4. Runde: Wir sind wieder da! Der heisse Tanz im Grünfeld!
Nach unsere ersten Niederlage in Porz und dem weiteren straucheln beim 4-er Pokal, hat unsere Mannschaft wieder ordentlich Fuß gefasst. Mit einem souveränen Sieg gegen Hürth-Berrenrath sind wir wieder im Geschäft um den Aufstieg.
Dabei gingen die Berrenrather durchaus durchdacht in diesen Mannschaftskampf. Aus taktischen Gründen besetzen die Schachfreunde Ihr erstes und zweites Brett, zum ersten Mal in dieser Saison, mit nominal deutlich schwächeren Spielern (DWZ ca. 1400 und DWZ-los). Da beide Spieler dann erst gar nicht zum Mannschaftskampf antraten, waren die ersten beiden Punkte schnell auf unserem Konto. Dennoch sind wir sehr sicher, dass wir diese beiden Partien auch auf dem Brett gewonnen hätten. Und so war es wieder einmal sehr schade, vor allem für Bernd, erneut nicht wirklich zum Einsatz kommen zu dürfen.
Glücklicher Weise ging die Taktik unseres Gegners nicht auf. Diesmal in absoluter Bestbesetzung angetreten, hatten wir unseren sympathischen Gegner stets im Griff. Mit dieser Mannschaftsaufstellung brauchen wir in dieser Klasse vor keinem Gegner Angst zu haben.
Nun zum Einzelnen: Die ersten aussichtsreichen Versuche seinen Gegner zu zerstören unternahm Rouven. Nach nur sehr wenigen Minuten konnte er bereits einen Qualitätsgewinn verbuchen. Sein Gegner hatte komischer Weise die Eigenschaft an den entscheidenden Stellen a-tempo zuziehen. Dies bescherte Rouven nicht nur die Qualität sondern unlängst später einen ganzen Turm. Nur noch ein paar Genauigkeiten und der dritte Punkt war eingefahren. Ganz besonders Wichtig auch für Rouven, der trotz guten Leistungen auf dem Brett, leider die letzten Beiden Partien in seiner jungen Karriere verlor.
Einer von zwei Vermutstropfen des Mannschaftskampfes war die Partie von Mathieu. Leider scheint Mathieu, wenn es um Eröffnungen geht, sehr spezielle Vorlieben zu haben. Sobald sein Gegner eine ihm unliebsame Aufstellung wählt, ist ihm die Unfreude deutlich anzumerken. Obwohl er eine durchdachte Verteidigungsstellung einnahm, passierte ihm dann an entscheidender Stelle im Mittelspiel, ein fataler Fehler. Trotzdem er noch ein wenig Kämpfte war sein Verlust nicht mehr zu verhindern. Verzeihend sei hier noch erwähnt, dass es zukünftig für Ihn und andere Spieler nicht sinnvoll ist, nach einem in allen Beziehungen sehr anstrengenden Arbeitstag (bis in die frühen Morgenstunden), am Mannschaftskampf teilzunehmen. Dies tut weder dem beteiligtem Spieler, noch der Mannschaft einen Gefallen. Nun ja, an dieser Stelle darf man aber auch nicht vergessen, dass wir nun mal ein etwas "anderer" Schachverein sind, und gerade deshalb so viel Freude am Schach und diesem Verein haben.
Weiter Interessant ging es bei unseren beiden "Souveränsten" zu. Es ist schon etwas erschreckend bei Frank, dass er sich bereits in strategisch und positionell total überlegender Stellung schon unwohl fühlt, nur weil er den entscheidenden Gewinnplan im Mittelspiel noch nicht gefunden hat. Nach ein paar weiteren Zügen jedoch, konnte sein Gegner dem Druck nicht mehr standhalten. Nach einer taktischen Abwicklung verlor er Turm und Haus und gab die Stellung etwas unwillig auf.
Auch unser lieber "Bombenleger" lieferte erneut eine hervorragende Leistung ab. Nach solidem Eröffnungsspiel beider Seiten entstand eine klassisch scharfe Stellung mit gegenseitigem Königsangriff auf beiden Flügeln. Seinem Gegner, der mit den weißen Steinen operierte, gelang es nicht die Figuren im gleichen Tempo unangenehm zu platzieren. Die mittlerweile tödlich angeordneten Figuren auf dem Damenflügel von Boris, waren nicht mehr aufzuhalten. Nach dieser weiteren Entscheidung war der Mannschaftskampf gewonnen.
Über Klaus-Jürgen, der am fünften Brett spielte, gibt es auch ausschließlich Positives zu berichten. KJ hatte das Vergnügen gegen den sowohl nominell als auch spielstärksten Gegner von Berrenrath antreten zu dürfen. Nach sauberer Eröffnungsbehandlung entstand eine ziemlich ausgeglichene Stellung mit beidseitigen Chancen, dass Läuferpaar auf Klaus-Jürgens Seite, und eventuelle Springervorposten auf der anderen. Beim Stand von 4:1 bot Klaus-Jürgen dann Remis zum sicheren Mannschaftssieg an. Da im gleichen Zeitraum dann das 5:1 für uns fiel war sein Gegner einverstanden.
Gut gelaunt nach dem besiegelten Mannschaftssieg, konnten wir uns dann der Partie des Professors widmen. Wie die meisten Spieler schon den ganzen Tag verfolgt hatten, bestand eigentlich nie Gefahr für unseren Mann. Nach überzeugendem Mittelspiel von Jan, gab es bereits gravierende Schwächen in der Stellung des Gegners. Leider gelang es Ihm dann aber an mehreren Stellen nicht, den konkreten Gewinnplan umzusetzen. Irgendwie schien es so, als ob er einen besonders komplizierten Plan zum Sieg auserkoren hatte. Immer noch in sehr vorteilhafter, ich würde sagen gewonnener Stellung, geschah dann das Unglück. Sein Gegner der eigentlich die ganze Partie nur verteidigen musste, drohte mit einer taktischen Zerstörung. Vielleicht gerade weil Jan den ganzen Tag überhaupt nichts zu befürchten hatte, reichte diese kleine Finesse aus um Jan aus dem Konzept zu bringen. Auch wenn es kurzzeitig noch nach Dauerschach aussah gelang es dem Gegner doch noch, den richtigen Fluchtplan für seinen König zu finden, und dem Sieg mit mehr Turm nach Berrenrath zu holen. Jan der bisher alle Partien gut gespielt hat, muss auf jeden Fall noch lernen "den Sack zu zumachen".
Alles in Allem ein sehr erfreulicher Heimkampf, der dann in einen äußerst kuriosen Abend überging. Hier seihen nur sprechwütige Wirtsleute, bengalische Feuer, schreiende Afrikanische Gesänge, katastrophale Geißböcke und eine beeindruckende japanische Gläserzerstörungsinvasion erwähnt. Da mein Abend bereits gegen acht Uhr im Lokal endete kann ich von weiteren Vorkommnissen leider nicht berichten.
Auf jeden Fall ein sehr schöner Heimkampf, nicht zuletzt unterstützt von der sehr aufmerksamen Bedienung an diesem Tag. Auch ein Dank an Oliysa (Wie soll man wissen wie man das schreibt?), Mathieu und Mario, die mit vereinten Kräften unser Spiellokal zum Mannschaftskampf vorbereiteten.
- BIERGARTEN
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- WII-BAR
Brüsseler Straße 47 Köln
geöffnet täglich
ab 16.00 Uhr
