8. Runde: Grünfeld - Brauweiler 6,5:1,5 - Bleifuss Richtung Aufstieg
Mit einem sehr deutlichen Sieg gegen einen unserer stärksten Rivalen sind wir einen großen Schritt Richtung Aufstieg gegangen. Obwohl wir nun die besten Chancen auf den ersehnten Sprung in die höhere Klasse haben, gibt es noch keinen Grund zum feiern. Auch in unserem letzen Kampf gegen Kerpen müssen wir wieder ganze Arbeit leisten um sicher aufzusteigen. Denn wer von uns hat noch nicht den berühmten Pfeilgiftfrosch vorm Gartenbaucenter masturbieren sehn?
Bis auf eine bedauerliche Ausnahme haben alle Grünfelder saubere Arbeit geleistet. Recht früh wurden die ersten Weichen zum Sieg des Mannschaftskampfes gestellt.
Nachdem es bei unserem werten Präsidenten nicht allzu gut aussah, geschah bereits am zweiten Brett ungewöhnliches. Philipps Gegner beliebte mit seinem König auf reisen zu gehen. Eine frühe Wanderung durchs Zentrum ohne jegliche Kompensation musste bestraft werden. Als dann folgerichtig die Dame vom Brett verschwand, wurden Hände gereicht und das 1:0 zu unseren Gunsten notiert.
Mario lieferte ziemlich schnell den gegnerischen Anschlusstreffer. Von Anfang an fand unser Präsident kein Rezept gegen den Brauweiler Mannschaftsführer. Einen Vorwurf kann man ihm allerdings keinesfalls machen. Aus uns nicht erklärlichen Gründen handelte es sich um den zweitbesten Spieler unserer Gegner. Was der an Brett 8 bzw. 7 zu suchen hat, bleibt wohl ein Brauweiler Geheimnis.
Da sich an allen anderen Brettern sehr aussichtsreiche Stellungen entwickeln, gab es keinen Grund zur Beunruhigung. Vor allem Rouven hatte sich mal wieder eine klassische "ich drück Dich aus" Stellung erarbeitet. Durch ein sauberes Bauernopfer im Zentrum, wirkte die gegnerische Stellung wie gelähmt. Abschließend noch ein schönes Damenmanöver und ein paar fliegende Bauern, Matt in drei war nicht mehr zu verhindern - 2:1.
Jetzt schlug Frank zu. Mit Weiß (welch Überraschung) aufspielend, erarbeitete er sich eine sehr starke Stellung. Obwohl wir solche, direkt auf Angriff angelegten Stellungstypen eher selten bei Ihm sehen, meisterte er seine Aufgabe prima. Durch ein geschicktes Bauernopfer auf der G-Line waren seine Angriffspläne kaum aufzuhalten. Nach ein paar weiteren "Aufrissen" im Zentrum flog die Brauweiler Stellung auseinander. Nach diesem 3:1 waren wir uns des Sieges ziemlich sicher. Klaus-Jürgen und Jan hatten sehr aussichtreiche Stellungen und unsere absoluten Punktegaranten Boris und Bernd waren auch noch im Feuer.
Klaus-Jürgen lieferte die nächste Entscheidung. Aus einem komplizierten Sizilianer klaute er den fast immer vergifteten Bauern b2. Doch irgendwie gelang es seinem Gegner nicht, erkennbare Kompensation zu bekommen.
Die Stellung vereinfachte sich immer mehr, und mit zwei Mehrbauern wurde unser Mann immer zufriedener. Als eigentlich alles Klar erschien, entwickelte sich die Parte aber immer ungewöhnlicher. Wie so oft wird der ungleichfarbige Läufer für den Angreifer zur Mehrfigur. Die Felderschwächen von Klaus-Jürgen wirkten immer bedrohlicher. Nach ein paar Adrenalinschüben und reichlich Schweiß hatte es Klaus-Jürgen aber geschafft. Durch eine falsche Abwicklung seines Gegners war der vierte Punkt eingefahren.
Hoppla Hop, der nächste Punkt. Jan hat sich wirklich gemacht! Nach seinen doch etwas wackeligen Partien in den ersten Runden, diesmal ein sehr souveräner Sieg gegen Brauweiler. Gegen den sich ziemlich passiv aufbauenden Gegner nutze er Schritt für Schritt seinen Raumvorteil. Sauber nutze er die geschaffene Schwäche im Zentrum und seine starke offene f-Linie aus, um den Druck wohl unerträglich für seinen Gegner zu machen. Ein Verzweiflungsopfer der Qualität machte die Sache für den Gegner noch hoffnungsloser. Nach ein paar weiteren Zügen Stand es 5:1.
Von Boris (Fehdehandschuh Maric) haben wir wirklich mehr erwartet! Klamm heimlich einigte er sich mit seinem Gegner auf Unentschieden. Obwohl er mit schwarz recht schnell bequemen Ausgleich erlangte, fand er kein adäquates Mittel um seine Stellung zum Sieg zu führen. Auch wenn er seine beeindruckende Siegesserie damit beendet, wird er ganz zufrieden sein mit der Partie. Sein Gegner war der mit abstand stärkste Spieler von Brauweiler und DWZ mäßig ebenbürtig.
Haben wir noch einen vergessen? Ja.. unser lieber Bernd! Beim stand vom 4:1 gab es bereits ein Remisangebot seines Gegners. Auch wenn viele Mannschaften aus taktischen Gründen dieses Unentschieden vielleicht angenommen hätten, war uns nicht danach. Das Bernd weiterspielen wollte war uns mehr als recht. Auch dass seine Stellung später nicht wirklich vorteilhaft war, und er des Weiteren eine schlechtere Zeit hatte, schien Ihn nicht zu beunruhigen. Irgendwie verlor sein Gegner die Nerven und machte den entscheidenden Fehler. Erfreulich für uns, und bitter für den Brauweiler. Er hatte gegen unseren doch sehr deutlich favorisierten Bernd eine sehr gute Partie gespielt.
Dass wir an diesem Tag so deutlich gewinnen, hätte wohl keiner von uns gedacht! Mal sehen wie es sich um die Ehrenwörter von "Brauweiler Fans" (siehe Gästebucheintrag 109 vom 15.03.2006) bestellt ist. Zufrieden haben wir dann noch ein paar Bier getrunken und den Abend ausklingen lassen…
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