Grünfeld verliert beim 4er Pokal in Kerpen "Herr Präsident, handeln Sie!"

Die zweite Niederlage des SV Grünfeld ist besiegelt. Trotz aller Chancen mit gut besetzter Aufstellung in Kerpen, konnte ein Verlust nicht verhindert werden.

Bis auf Bernd vom Spitzenbrett, waren die nominell stärksten Spieler (Philipp, Boris, Frank) in Kerpen am Start. Unterstützung erhielt die Mannschaft von unseren Shootingstar "Stadtmeister" Rouven.

Es sah eigentlich alles sehr gut aus. An Brett zwei gab es ein schnelles Remis zwischen Frank und dem guten bekannten Stefan Pick. An Brett eins hatte Philipp eine hochinteressante Partie aus der Caro-Kann Verteidigung gegen WFM Vogel. In einer sehr komplizierten Stellung mit zahlreichen gegenseitigen Möglichkeiten, blieb beiden Spielern außer einer Zugwiederholung nichts mehr übrig. Somit Stand es nach knapp 2 Stunden 1:1.

Rouven der an Brett 4 seinen bisher stärksten Gegner hatte, vollbrachte eine sehr eindrucksvolle Leistung. Obwohl er nach der sehr gut vorgetragenen Eröffnung, den vorteilhaften Plan nicht umsetzte, hielt er die Stellung sehr lange ausgeglichen. Im Bauernendspiel sollte es dann zur Entscheidung kommen. Nach schöner taktischer Abwicklung des Gegners war seine Stellung eigentlich verloren. Doch wie der Teufel es will gab es wieder eine Chance für Rouven. Mit sehr sauberer Technik hätte Rouven die Partie dann doch noch Remis halten können. Doch seiner Unerfahrenheit in Endspielen zufolge, schätze er die Lage falsch ein, und verdarb zum Verlust. Dennoch darf bemerkt werden, dass unser Rouven auf der Strecke von Leni bis Heute enorme Fortschritte gemacht hat.

Nun hing alles an Boris. Völlig überraschend gelang ihm in einer sehr schwierigen Stellung aus der Königsindischen Eröffnung die Befreiung. Plötzlich war mehr drin. Nach einem für viele sehr Spieler überraschenden Springerzug (Sc4) sah seine Stellung hervorragend aus.

Trotz knapper Zeit, wickelte er sauber dem Gewinn seiner Stellung hingegen. Als alle Grünfeldspieler guten Mutes die Stellung betrachten gelang es Ihm leider nicht den entscheidenden Gewinnweg zu finden. Immer noch auf Sieg programmiert wickelte er weiter ab. Doch mit ungleichen Läufern am Ende angekommen war nicht mehr drin als Remis.

Aber auch dazu sollte es leider nicht kommen. Mit 7 Sekunden auf der Uhr und zwei zuspielenden Zügen, schlug völlig überraschend das bekannte Wachkoma zu! Die Zeit lief runter und nichts passierte. Auch wenn ein Remis unserer Mannschaft nicht weitergeholfen hätte, wäre die Punkteteilung für Boris mehr als verdient gewesen.

Mit SK Kerpen I hatte Grünfeld einen sehr starken Gegner. Dennoch hätten wir alle Chancen zum Sieg gehabt. Nach eindringlicher Rede des Präsidenten "Mario" konzentrieren wir uns nun ganz auf unsere Mannschaftskämpfe in der Kreisklasse.

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