1. Runde: SF Longerich II - SV Grünfeld I 1,5:6,5 - Sehr angenehm!

Was für ein Auftakt für unsere erste Mannschaft. Zwar nicht ganz so souverän wie es das Ergebnis andeutet, hat sich unsere erste Mannschaft beim starken Aufsteiger Longerich II, dennoch hervorragend durchgesetzt.

Nun ins Detail: Stark ersatzgeschwächt (Mister 100% Gerdell war in anderer Mission unterwegs) ging es mit einiger Ungewissheit nach Longerich (Chorweiler). Wie würden sich unsere "problematischen" Neuzugänge in unsere Mannschaft integrieren? Würden sie dem extrem starken Erfolgsdruck unseres Killerteams standhalten? Die Antwort: "Ja" (Zitat: Guido Knopp).

Die Anreise erfolgte diesmal organisatorisch begründet in vereinzelten Truppen.

Nach einer kleinen Odyssee durch das malerische Chorweiler (blühende Landschaften ohne Ende), waren die ersten drei halbwegs pünktlich zum Mannschaftskampf erschienen. Es dauerte nicht lange und alle Grünfelder konnten zum ersten Mannschaftskampf antreten.

Voller Zuversicht beobachtete der nicht ganz ausgeschlafene Mannschaftsführer die Entwicklung an allen Brettern. Die Zeit verging. Erstes Unbehagen machte sich nach ungefähr 1,5 Stunden breit. Irgendwie standen wir gar nicht gut. Neuzugang "Spitzenbrett" Martin hatte, wie sich im Nachhinein zeigte zwar eine sehr starke Stellung, aber klar war das für unsere anderen Mitspieler überhaupt nicht. Auch Bernd und Boris hatten attraktive Stellungen, aber irgendwo sollte doch wenigstens irgendeiner auf Gewinn stehen, oder?

Auch bei Philipp sah es ziemlich ausgeglichen aus. Bereits in einem verschachtelten Endspiel angelangt, war nicht die Bohne von Vorteil zu erkennen. Bei einem Blick auf die hinteren Bretter, verzogen sich die Mienen noch ein wenig mehr. Bei Toby "TiReckZ" Meier sah es ziemlich Banane aus und auch bei Klaus-Jürgen - Kopfschmerzen. Wirklich gut schien nur die Stellung von Michael zu sein. Zu allem Überdruss folgte dann auch noch eine brutale Orgie von Remisangeboten unserer Gegner! Gab es eine Verschwörung? Sollten wir etwa ernsthafte Probleme in Longerich bekommen?

Nein (Zitat: Guido Knopp). Beruhigender weise knallten aus heiterem Himmel plötzlich die Punkte rein. Die einzige Schwäche seines Gegners ausnutzend setzte Philipp den ersten Punkt um. Ziemliche Freude, aber vor allem große Verwunderung durch seine Mitstreiter machte sich breit. Irgendwo hörte man den Begriff "Pfuscher" durch den Raum hallen. Aber diesmal nicht! Alles mit rechten Dingen, den Kerpen war letztes Jahr! Auch Martin nutzte dann im vollen Umfang die deutlichen Vorteile seiner Stellung. Dem Gegner blieb nichts anderes mehr übrig als die Segel zu streichen. Eine sehr schöne Partie von unserem Neuzugang, der hier erleben durfte, dass auch in den niederen Klassen sehr schöne Partien von statten gehen.

Den nächsten Punkt gab es durch Bernd. Die Stellung vorteilhaft verwickelnd, gab es zuerst einen Qualitätsgewinn und wenige Züge später ein nicht zu verhinderndes Mattbild. Nach wenigen Minuten gab es den weiteren vollen Punkt bei Michael. Im Nachhinein setzte er äußerst souverän mehrere Bauerngewinne im Mittelspiel, im drauffolgenden Turmendspiel zum verdienten Sieg um! Da auch Toby Meier, dessen Partie ich leider kaum verfolgte, seine Partie trickreich zum Gewinn ummünzte war der Mannschaftskampf im Sack.

Mit fünf zu Null Vorsprung, konnten wir nun ganz entspannt die restlichen Partien verfolgen. Bei Klaus-Jürgen sah es nach einigen Holprigkeiten in der Eröffnung und im Mittelspiel nun total ausgeglichen aus. In einem völlig remisen Endspiel wartete man eigentlich nur noch auf die friedlichen Patschehändchen der Kontrahenten. Doch was war das, völlig unmotiviert setzte der Gegner auf Sieg und startete ein tollkühnes Königsmanöver. In des Gegnersaugen vermutlich chancenreich, lässt eine ausstehende Beurteilung allerdings nur einen Schluss zu: Total unnötig vergeigt. Nach ein paar weiteren Zügen wurde klar, dass wir auch an diesem Brett den nächsten Punkt einfahren. Neuer Zwischenstand: 6 : 0!

Bei unserem lieben Rouven sah es aber wirklich nicht gut aus. Obwohl er in der Eröffnung ziemlich stark stand, fand er leider kein Mittel seinen Vorteil weiter auszubauen. An irgendeiner Stelle überzog er dann seine Stellung. Mit zwei Minusbauern und einem ziemlich leicht abzuwendenden Gegenangriff, blieb nichts mehr übrig als bis aufs letzte im verlorenen Turmendspiel zu kämpfen. Es gelang ihm zwar noch den nicht ganz techniksicheren Gegner einiges abzuverlangen, zum Remis reichte es aber nicht mehr. Wir sagen: "Kopf hoch Rouven". Rouven musste bedingt durch etliche Partien gegen starke Gegner, einer schweren Erkältung und Unistress ziemlich viel Kraft lassen. Wir sind aber sicher, dass er bei unseren nächsten Mannschaftskämpfen seine Spielgewalt wieder voll einsetzen wird!

Abschließend zum Trauerspiel "DerMaric". Eigentlich lief alles nach Plan. Mit tiefen Gedanken im Mittelspiel verbrachte er über eine Stunde an einem einzigen Zug! Und weiter gelang es ihm im Anschluss auch deutlichen Vorteil zu erlangen. Mit 2 Mehrbauern auf dem Brett war die Sache eigentlich geritzt.

Doch dann opferte Boris völlig unerwartet eine Figur gegen weitere zwei Bauern. Sicherlich war diese Stellung auch gewonnen. Aber die anstehende extreme Zeitnot sollte sich in dieser weitaus komplizierten Stellung bemerkbar machen. Den einfachen Sieg dann im Blitztempo übersehend, wurde die erste Zeitkontrolle zwar auf das knappste geschafft, die übrig gebliebene Stellung versprach aber nichts Gutes. Noch einige Zeit knetend musste dann zähneknirschend das Remis akzeptiert werden. Aber egal - der erste Mannschaftssieg ist eingefahren!!!

Zur großen Freude aller Grünfelder trug auch unsere zweite Mannschaft bei. Für viele von uns ziemlich unerwartet setzte man sich souverän mit 6,5 - 1,5 auswärts durch. Den nachfolgenden üblichen Feierlichkeiten, Analysen und sonstigen Verwerfungen stand somit nichts im Wege!

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