Klarer Sieg in Brühl
Brühler SK II – SV Grünfeld I 1,5 – 6,5 Unerbittlich Richtung Aufstieg! Was mussten wir uns alles anhören! „Grünfeld tut nur das nötigste“ - „zuletzt wenig überzeugend“ oder „dank eines kampflosen 8:0 die Tabellenführung behauptet“. Und was lese ich im aktuellen Spielbericht „deutlicher als von allen Experten erwartet“ ?? Da fragen wir uns: Wer sind diese Experten? Nun ja! Mit einer sehr souveränen Leistung beim punktgleichen Tabellenzweiten Brühl haben wir uns völlig verdient an die alleinige Tabellenspitze gesetzt. Trotz einiger schwer zu kompensierenden Ausfälle einiger Stammspieler konnten wir durch unseren äußerst starken Ersatz aus unserer Zweiten mit einer sehr starken Mannschaft präsentieren.
Als wir kurz nach unserer gewohnt pünktlichen und vollzähligen Ankunft am Spielort von dem Ausfall des gegnerischen Spitzenbrettes erfuhren, war der erste Punkt im Sack. Mal wieder durfte unser lieber Andy der sich krankheitsgeschwächt nicht scheute uns zu unterstützen, nur herum sitzen. Man sagte uns der Gegner sei in den USA, eine Information die in der Regel ein paar Tage früher bekannt sein sollte. Willi Meul hat völlig recht, es ist sehr traurig wenn sich eine Mannschaft die um den Aufstieg spielt, so präsentiert. Trotzdem habe ich kaum Zweifel, dass es sich jede auch noch so vollzählige Mannschaft gegen uns äußert schwer getan hätte.
Zu den Einzelbetrachtungen: Das deutlichste Übergewicht (Stellungstechnisch!) erlangte nach wenigen Zügen Bernd. Wie gewohnt ruhig eröffnend konterte sein Gegner immer wieder mit positionellen Desaster Zügen. Ich schätze nach 8 Zügen war seine Stellung mit tausend Schwächen nicht mehr zu halten. Bernd lies nichts anbrennen. Bei Michael war auch alles sehr schnell klar. Irgendwie kannte sich sein Gegner mit der Französischen Verteidigung nicht gut aus. In einer bereits deutlich unterlegenen Stellung genügte ein simpler Taktischer Zug um die gesamte Stellung inkl. Material auszuhebeln. Auch Philipps Gegner hatte große Schwierigkeiten, obwohl mit dem mächtigen Läuferpaar ausgestattet, passte nix zusammen. Als das letzte verzweifelte Qualitätsopfer auch noch fehlschlug, blieb nichts mehr übrig als die frühe Aufgabe. Völlig souverän verlief auch die Partie unseres Neuzuganges Daniel. Gegen eine sizilianische Verteidigung baute er den Druck immer Stärker auf. Schlussendlich die korrekte Abwicklung in ein gewonnenes Endspiel. Auch wenn es sich der Gegner noch bis zur Damenumwandlung ansehen musste, gab es kein Zweifel an diesem souveränen Sieg.
Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 5:0 für uns. Und mit einem Blick auf die übrigen Partien, wurde uns klar, das dies durchaus ein 8:0 hätte werden können. Tobi und Boris standen zwar ausgeglichen, waren aber in Anbetracht Ihrer deutlich größeren Erfahrung als deutlicher Favorit zu sehen. Martin hatte schon einen Bauern mehr, also auch hier alles im Lot. An Tobi´s Brett ging es dann Knall auf Fall. Ich habe zwar nicht gesehen wie, aber plötzlich verschwanden alle Figuren vom Brett. Tot remises Turmendspiel, da war nix mehr zu machen, der erste halbe für unsere Gastgeber. Nun zu Mr. Zeitnot: Boris hatte wie gewohnt schleimig eröffnet, und obwohl sein Gegner von jüngeren Kaliber war, hielt er dem Gelutsche sehr gut stand. Ganz im Gegenteil auf einmal eroberte er einen Bauern und schien in sicheren Gefilden. Auch wenn die Remisbreite wohl noch nicht überschritten war, konnte er sich eigentlich wohl fühlen. Doch es sollte anders kommen. Mit knapper Bedenkzeit gewohnt verkomplizierend, gelang Boris den Austausch seiner Dame gegen zwei Türme. Damit überforderte er wohl seinen Gegner, der bei nächst bester Gelegenheit, dann die Dame einstellte. Nicht ganz glatt, aber doch ein solider Punkt von Boris.
Boris und sein Gegner bei der Analyse der Partie
Der langwierige Schlussakt dieses Mannschaftskampfes spielte sich an Brett 2, bei Martin ab. Wie bereits erwähnt stand nach einer soliden Eröffnung ein Bauer mehr für Martin auf dem Programm. Doch irgendwie schaffte es sein Gegner die Stellung noch extrem interessant zu gestalten. Mit einem überraschenden Springeropfer, gefolgt von einem einem hängenden Turm, der nicht zu nehmen war, änderten sich die Vorzeichen. Martin musste nun Mann und Maus zusammenhalten um gerade noch in ein ziemlich kompliziertes Endspiel mit zwei Bauern gegen Qualität abzuwickeln. Die genaue Stellungsanalyse ist mir nicht bekannt, dennoch glaube ich, dass hier ein Sieg oder mindestens Remis für Martin drin gewesen wäre. Vielleicht aufgrund der plötzlichen Spielwende verlor er dann den Faden. Noch ein paar Tricks, doch dann war klar, hier ist Ende. Auch wenn ich mich Willi Meul, nicht dadurch anschließen möchte, dass jeder Spieler der gegen uns an den ersten 4 Brettern gewinnt, automatisch „Spieler des Tages“ ist, hat er in diesem Fall zufälliger Weise Recht! Mit diesem deutlichen Sieg sind alle Weichen auf Aufstieg gestellt. Sicher ist es natürlich noch nicht, aber ziemlich wahrscheinlich. An dieser Stelle ein großes Lob an Boris, der es unter noch so schwierigen Umständen geschafft hat, eine so starke Truppe an den Start zu bringen. Also, bis zum nächsten Abenteuer.....
- BIERGARTEN
- MUSIKBAR
- SCHACHKNEIPE
- KICKERHÖHLE
- WII-BAR
Brüsseler Straße 47 Köln
geöffnet täglich
ab 16.00 Uhr
