Kein überzeugender Start der Zweiten

Kaum zu glauben, aber wahr. Hier ist der nun, der kompakte Mannschaftsbericht der glorreichen Zweiten des SV Grünfeld. Keine großen Entschuldigungen des Berichterstatters, sondern gleich zur Sache. Ja Ja, was lange wärt…. Zunächst sind wir gut in der Bezirksklasse des KSV angekommen und können auch voller Freude bekannt geben, dass wir uns eine schlagkräftige Mannschaft, dank der guten und weisen Einkaufspolitik des Präsidenten, für diese Saison geleistet haben. Neu dazu gekommen sind ein Paar Haudegen aus der Ersten, die diesen Verlust kompensieren konnte, da wir einen unserer Topspieler getauscht haben. Für Rouven, der nun ein Paar Klassen höher peitscht, konnten wir den werten Il professore sowie Klaus-Jürgen verpflichten. Auch herzlich aufgenommen wurde unser neues Mitglied Mark-Nils, der nun die glorreichen Farben unseres Vereins stolz auf der Brust tragen darf.

Nun denn………Voller Tatendrang ging unsere neu gruppierte Zweite in ihren ersten Kampf zum Auswärtsspiel gegen SK Euskirchen II. Ewig ist es her. Aber Dank Pistensau Niele waren wir alle pünktlich beim Gegner angekommen. Leider ist nicht soviel Gutes zu berichten. Mathieu brachte die Recken in Führung, doch leider sollte dies nicht reichen. Micha sowie Fotti mussten sich nach hartem Kampf geschlagen geben. Und auch Mark-Niels konnte in seinem Debüt nach riesigen Anstrengungen keinen Punkt einfahren. Veselin hatte ganz schnell die Segel gestrichen und der Professore kämpfte ebenfalls mit Bauern weniger gegen Windmühlen. Einzig und allein der T-Recks aka Don Promillo konnte noch eine Punkt einfahren und Danil steuerte Remis hinzu . Aber so war recht schnell der Mannschaftskampf 2.5:5.5 verloren und man konnte nur für die Zukunft hoffen.

Am zweiten Spieltag konnte sich das Blatt wenden. Top besetzt erwarteten wir die Schachfreunde vom BSG Rheinpark II. Da unsere Erste ebenfalls zu Hause peitschen musste, wichen wir schnell zu unserem werten Richie ins gegenüberliegenden Lokal aus, dass eine nette Schachatmosphäre zuließ. So konnten alle Gäste und Freunde des gehobenen Schachsports ein Feuerwerk an diesem Sonntag erleben. Leider kann ich nicht viel zu den einzelnen Spielen berichten, da ich doch ziemlich angeschlagen das Spielgeschehen verfolgen musste. Tobi willigte in etwas schlechterer Stellung ins Remis ein. Unser Niele konnte richtig überzeugen und drückte die Stellung seines Gegeners in Grund und Boden. Klaus Jürgen sowie Mathieu hielten ihre Stellungen ziemlich ausgeglichen und machten mit ihren Gegnern Remis. Der Professore und Veselin konnten einen vollen Punkt verbuchen und unser lieber Danil willigte nach gewonnenem Kampf ebenfalls zum Remis ein. Einzig unser Präsident Mario hatte nicht so einen guten Tag erwischt, aber was soll es, gewonnen ist gewonnen. 5:3 the boys are back in town.

 


Nach dem Sieg gegen Rheinpark war alles wieder in bester Ordnung

 

Nun voller Tatendrang und Selbstvertrauen im Rücken ging es am dritten Spieltag bei eisiger Kälte zum zweiten Auswärtsspiel zu den Schachfreunden ins malerische Esch. Nach kurzer Suche nach unserem Präsidenten, der sich nach einem kleinem Urlaub ein Tag vor dem Mannschaftskampf, nach eigenen Bekundungen, auf der Jagd nach kleinen U-booten, in feindlichen Gewässer verirrt hatte, konnte es losgehen. Leider kann hier im Kriegstagebuch kein Erfolg eingetragen werden. Trotz starker Besetzung unsererseits fertigten uns die Schachfreunde aus Esch mit 5.5:2.5 deutlich ab. So muss festgestellt werden, dass wir in den nächsten Kämpfen eine deutliche Steigerung unserer Leistung benötigen. Unser werter KaLeun oder Präsident Mario musste sich mit der Birderöffnung auseinandersetzen. Trotz einiger Schieflage der eigenen Konstitution, schaffte es Mario seinen Gegner vor Spiel entscheidende Züge zu stellen. Dieser vereinfachte die Stellung und ein Remis war die daraus folgende Konsequenz. Starke Leistung. Yasser, ab heute der Remismeister, drückte seinen Gegner in einer Rauser-Keresangriffs ähnlichen Partie an die Wand und bot im 11. Zug ein taktisches Remis an, dass sofort angenommen wurde und somit der Arbeitstag von Yasser endete. Recht verdutzt konnte Yasser nun die ausstehenden Partien beäugen. 1:1 Zwischenstand. Mathieu konnte dann die Recken in Führung bringen. In seiner neuen Variante alla Nimzomitsch konnte er das Spiel schnell ausgleichen und die Pläne seines Gegners vereiteln. Nach einigen lavierungstechnischen Zügen über riss sein Gegner die Stellung komplett und musste eine Figur opfern, damit die Dame nicht abhanden kommt. Mit einer Mehrfigur im Rücken konnte Mathieu nach einigen Zügen die Partie leicht für sich entscheiden. 2:1 Doch leider hielt diese nicht lange an. 30 Minuten später musste unser lieber Klaus-Jürgen die Segel streichen. In einer kampfbetonten Partie mit offenem Schlagabtausch lies KJ einen ganzen Turm stehen, um gefährliche Springer ins Lager des Gegners zu entsenden. Doch dieser fand immer die richtigen Verteidigungszüge und somit war der Angriff verpufft. Ein Dauerschach war auch nicht mehr zu erspähen und KJ sah auch keinen Sinn mehr mit Wenigerturm sich im Endspiel zu quälen. Richtige Konsequenz 2:2. Nun kam es Schlag auf Schlag. Kurz zuvor wurde von allen die Partie von Jan beäugt, der am heutigen Tag gegen eine komplette Zigarettenfabrik antreten musste. Sein sympathischer Gegner verkroch sich in der Igelstellung, die schwer zu knacken ist und man immer auf einen Kontern gefasst sein muss. In einer ausgeglichenen Stellung wurde eine Kippe gequalmt und nach Verrichtung zurück ans Brett, musste man leider feststellen, dass der Professore die Stellung überzog und ihm drei Bauern abhanden kamen. Kein schönes Endspiel und Aufgabe.2:3 Als nächstem ging es dem T-Recks an den Kragen. Gewohnt drückte er seinen Gegner in eine beengte Stellung, alles sah optimal aus. Doch seine Gegner beherrschte die Kunst der Verteidigung und fand immer die besten Züge. In Zeitnot, sehr ungewohnt bei Tobi, sah dieser Gespenster und griff im Hauruckverfahren an, wobei er klassisch ausgekontert wurde. Nichts mehr zu machen. 2:4 Auch Niele konnte uns nicht mehr helfen. In leicht schlechterer Stellung versucht er seinem Gegner mit komplizierten Zügen die Klappe runterzuholen. Aber nach den ereichten 40 Zügen und der Zeitkontrolle war nichts mehr aus der Stellung rauszuholen und ein Gewinnversuch wäre zum Scheitern verurteilt gewesen. Da kann man halt mal gar nix machen. Schade. Remis und der der Mannschaftskampf war leider Verloren. 2.5:4.5 Leider ist damit die Partie von Danil zu Bedeutungslosigkeit bestimmt, obwohl diese die interessanteste Partie des Tages war. In ausgeglichener Stellung bemühte sich unser Russenbomber redlich und stand eigentlich recht gut. Doch nach Übersehen eines eindeutigen Gewinnplans, ließ sich Danil in eine beengte Stellung drücken und der Freibauer des Gegners macht mächtig Druck. Die Partie hätte man noch quälen können. Doch Danil, nach verlorenem Mannschaftskampf, gab auf, damit wir alle nach Hause konnten.

2.5:5.5 Nun ja, was bleibt noch zu sagen. Durch diesen kleinen Rückschlag lassen wir uns natürlich nicht entmutigen. Aus solch einer Niederlage kann man nur gestärkt wieder auferstehen. Denn unsere Mannschaft ist, und das ist sicher, noch Grosses zu leisten im Stande. Dies wird die Zukunft beweisen. Auch unsere werten Gegner sollen hier gelobt werden, welch uns immer eine fairen und sportlich schönen Wettkampftag bescherten.

Bis denn dann, Der Berichter

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