Aktuelle Spielberichte

Liebe Mitglieder und Freunde des Vereins,
hier finden Sie unsere aktuellen Spielberichte der ersten und zweiten Mannschaft.

 

 

Guter Kampf gegen die Bayern der Bezirksklasse West

Ein Spiel gegen das Bayern München unserer Liga - Esch an jedem Brett um die 200 DWZ stärker als wir - war viel dramatischer als gedacht. Irgendwann stehts 4:1 für Esch, weil Youssef & Veselin nicht richtig in ihre Partien kommen, Tobi sich schnell auf ein Unentschieden einigt und Mathieu einen Sizilianer mit Schwarz gegen starken Gegner remisiert. Dann gewinnt Jan in einem lange Zeit ausgeglichenen Russen, weil sein Gegner einen Angriff überzieht und Jan kontern kann. Guefi gewinnt souverän gegen einen Drachen, so dass es kurz vor Ende 4:3 steht. Klaus Jürgen war diesmal der Held - leider der Tragische. Er hat im letzten Spiel eine sichere Remisstellung, spielt aber jetzt im Sinne der Mannschaft auf Gewinn und verliert leider letztlich gegen einen Fast 2000'er. Nun haben wir in der Gesamttabelle der Liga einen ausgeglichenen Punktestand. Mit der kämpferischen Leistung gegen Esch haben jedoch wir gezeigt, dass wir eher oben als unten mitspielen werden. (Köln, den 27. Jan 2010)


Grünfeld I trennt sich von Bad Godesberg unentschieden

Spannung Pur!

Es war Sonntag, der 13. Dezember, an dem die erste Mannschaft mit dem nötigen Selbstvertrauen und dem Willen zwei Mannschaftpunkte zu holen nach Bad Godesberg reiste, wo ein halbes Dutzend Mannschaftskämpfe stattfanden.

Den ersten Punkt holte sich Grünfelds Brett 5, Philipp Türk, der eine saubere Partie hinlegte und den Gegner nach ca. drei Stunden zur Aufgabe zwang. Kurz danach holte der frisch gewechselte Longlong Krutwig (Brett 3) den zweiten Punkt, nachdem sein Gegner mit leichter Zeitnot ein taktisches Motiv übersah. In der späteren Analyse stellte sich heraus, dass das Springermanöver Sb1-c3-a2-c1-d3-e5-d7(-f6-e8) entscheidend war :D

Mit zwei Punkten in Führung und restlichen sechs Partien, in denen es eher gut, als schlecht aussah, versprach es ein erfolgreicher Tag zu werden, aber so einfach sollte es noch nicht sein.

In einer ruhigen Partie war für Bernd Daverkausen (Brett 4) nicht mehr drin als remis. Martin Schmidt (Brett 2) hatte es gegen den Raumvorteil und das Läuferpaar des Gegners nicht leicht. Jedoch baute er sich Gegenspiel auf und entschied sich für ein Figurenopfer - nach einem Blick auf die restlichen Bretter - mit anschließendem Dauerschach, da ein Remis der Mannschaft durchaus sehr gut tat. 3:1!

Frank Lommen (Brett 6) dominierte den Gegner, fand allerdings nichts Konkretes, geriet in Zeitnot, und lies den Vorteil entgleiten was schlussendlich zum Verlust führte...

3:2 für SV Grünfeld und der greifbar nahe Sieg geriet ins Schwanken...

Aber wer bietet sich besser für wichtige Punkte an, als Frank Gerdell (Brett 7)! Wie schon zuvor, sollte der Topscorer unter den Augen einiger Kiebitzer den wichtigen vierten Punkt holen. Auch die diversen Schienbeintritte des Gegners sollten ihm nichts anhaben und so verwertete er den Anzugsvorteil in eine leicht bessere Stellung, die er "großmeisterlich ins Endspiel abwickelte" (IM Dieter Morawietz) , wo er den Druck aufbauen, die Stellung verbessern und somit den wichtigen vierten Punkt erzielen konnte!

Es fehlte zwar nur noch ein halber Punkt, doch das Zittern ging weiter, da beide, Brett 1 und 8, schlechter standen. Das Endspiel von Andreas Eichhorn (Brett 1) sah aufgrund des materiellen Nachteils nicht gut aus und somit lastete der Druck auf Andrea Huppertz (Brett 8), die ein Endspiel mit Turm gegen Läufer, Springer zu halten hatte.

Das Nervenspiel ging bis in die Endspurtphase, in der Andrea den wachsenden Druck der zwei Figuren nicht mehr standhalten konnte und auch Andreas konnte sich nicht ins Remis retten.

Obwohl nominell schwächer, wollte die motivierte Mannschaft den um ein Haar verpassten Sieg und muss sich jedoch leider mit einem Punkt zufrieden geben.

Es gibt halt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage. Und diesmal sollte es wieder einmal das Unentschieden sein. (Köln, den 14. Dez 2009)

 

 

Grünfeld I gegen Pulheim 4:4

Was gibt es Positives zu berichten?
-Wir haben einen Mannschaftspunkt gewonnen
-Fairer Gegner, keine Probleme und angenehme Stimmung

 

Was war negativ?
-Wir haben einen Mannschaftspunkt verloren.

 

Spektakuläres?
-Fehlanzeige

 

Held des Tages?
Jürgen Quabach

 

Einige kennen die Umstände unter denen Jürgen sich ans Brett gesetzt hat. Dieser Einsatz ist wirklich herausragend, ihm gilt der Dank der gesamten Mannschaft. Gute Besserung lieber Jürgen.

Ansonsten gab es wirklich nicht viel zu berichten. Jürgen remisierte in besserer Stellung ziemlich schnell. Philipp tat es ihm wenige Minuten später in unklarer Stellung gleich. Der Zwischenstand von 1-1 war nicht unberuhigend, obwohl zwei von vier Weißpartien damit schon nicht mehr gewonnen werden konnten, da es an den anderen Brettern ausgeglichen bis besser aussah.

Die genaue Reihenfolge ist mir dann auch nicht mehr erinnerlich, jedenfalls folgte ein ausgekämpftes Unentschieden am ersten Brett. Es ist schon beruhigend einen Spieler dieses Formates da vorne sitzen zu haben. Frank an Brett 5 spielte eine ziemlich interessante Partie, es sah lange Zeit nach Vorteilen für ihn aus. Die waren wohl auch zwischenzeitlich vorhanden, allerdings am Ende auch hier Punkteteilung.

Martin spielte eine super scharfe Variante, die er noch einen Tag zuvor in seiner Giftküche vorbereitet hatte. Sein Gegner fand aber ein Gegenmittel, welches ihm das Remis einbrachte. Die anschließende Analyse zeigte allerdings, dass Martin aus unserer Sicht zu früh einen Friedenspakt schloss, man hätte durchaus noch gewinnen können.

Longlong an Brett drei hatte nicht ganz soviel Glück. Seine Zeiteinteilung war suboptimal, was dazu führte, dass er in schwieriger Stellung nicht mehr wirklich viel Zeit hatte. So ging der erste -und zum Glück der einzige- volle Punkt hier an die Gäste.

Christian kam super aus der Eröffnung, er hat jedoch dann zwischenzeitlich etwas den Anschluss verpasst. Aber kämpfen kann er ja, so gewann er wieder ein wenig Spielanteile zurück und erreichte ein, über die gesamte Partie gesehen, verdientes Unentschieden.

Frank hatte diesmal das Vergnügen die letzte Partie spielen zu dürfen. Dies war allerdings den abwesenden Bernd und Boris zu verdanken. Ansonsten wäre ihm wohl sicherlich nicht diese Ehre zu teil geworden. Es war keine spektakuläre, aber einigermaßen ordentliche Partie, die den ersten vollen Punkt und damit den Ausgleich in der Mannschaftswertung brachte.

4-4 und dafür der ganze Aufwand. Das hätten wir auch schneller haben können…

(Köln, den 18. Nov 2009)

 

 

Wir erzählen keine Heldengeschichte oder: Die Kraft der Motivation

Man könnte eine Heldengeschichte erzählen. Diese würde davon handeln, wie wir stark ersatzgeschwächt nach Kerpen fuhren - gleich 3 unserer First 8 konnten wegen höherer Gewalt nicht mit ins Schumi-Land; ein Brett musste - ganz grünfeld-unlike - sogar ganz freibleiben.

 

Die Heldenstory würde so weitergehen, dass wir mit dem brettfreibedingtem 0:1 - Gegenwind schnell in Schieflage gerieten: Il Presidente übersah in seiner old style Wiener Partie ein Schach und spielte danach mit Springer weniger; Il Professore stand nach schnell gespielten 20 Zügen auf Gewinn und trocknete sich schon die Hände zur Entgegennahme der Gratulation, als sein Gegner ihm einfach den Turm stiebitzte - Wiedernehmen unmöglich wegen Grundlinienmatt. Zwischenfazit: leerbrettbedingtes 0:1, einmal einen Springer und einmal ein ganzer Turm weniger, an den beiden vorderen Brettern bei Daniil und Tobi allenfalls minimale Vorteile für uns zu sehen.

 

Die Heldenstory, wenn sie nun erzählt werden würde, betonte nun die unglaubliche, durch taktische Finessen geprägte Aufholjagd von Il Presidente, der sich erst die Qualität und später die Partie sicherte. Auch der Kampfgeist von Il Professore spielte eine Rolle, der mit dem dem Glück des Tüchtigen noch ein Remis mit Weniger-Turm holte. Das Epos müsste dann vor allem auch auf die Glanzleistung von Veselin eingehen, der mit Schwarz (topalov-like) seinen Gegner nach 18 Zügen zur Aufgabe zwang. Auch Fotios heldenhafter Kampf an Brett 8 würde genannt, der lange ausgeglichen war, aber leider letztlich verloren wurde.

 

Nachdem Daniil nach zähem Kampf mit leichten optischen, aber wohl nicht verwertbaren Vorteilen für ihn remisierte, stand es also nach 3 Stunden 3:3. Die Heldengeschichte würde nun zu ihrem Finale ansetzen: Mathieu, schlafmangelgeprägt wie bei jedem Mannschaftskampf und immer irgendwie dabei, wenn es dramatisch wird, bot taktisch klug und im Vertrauen auf ein Happy Finish von Tobi in einem remisverdächtigen Turmendpsielspiel Remis an, was sein sympathischer Gegner abgelehnt hat bzw. ablehnen musste. Mathieu wäre nicht Mathieu, wenn er nicht danach erst recht zum Gewinn ansetzen würde, ein nun folgendes Remisangebot des Gegners ablehnt, sich einen Mehrbauern und eine eindeutige Gewinnstellung erspielt. Diese kann er bei Zeitdruck des Gegners nicht realisieren und kommt sogar am Ende nochmal leichtz ins Trudeln, kann aber das Remis sichern: 3,5:3,5.


Der Klimax einer Heldengeschichte bliebe unserem Superhero of the Day Tobi vorbehalten: Unser Bier-Orakel, dem einige wenige Stunden vor unseren Mannschaftskämpfen von ganz weit her die jeweils korrekten Endergebnisse eingeflüstert werden, hat leichten Vorteil mit 5-4 Bauern, bei jeweils Dame, Turm und verschiedenfarbige Läufern auf dem Brett. Nachdem ihn alle drängen (schließlich spielte noch der VfL), irgendwie den Sack zuzumachen, packt er ein wunderschönes taktisches Motiv aus, bei dem er schlußendlich seine Dame gegen den gegnerischen Turm tauscht, um sich mit seinem Freibauern eine neue Dame zu holen. Fantastic: 4,5:3,5 für unsere Helden, würde eine Heldengeschichte schließen.

 

Aber wir erzählen hier keine Heldengeschichte. Wir erzählen lieber die Geschichte von Motivation, Teamgeist und auch ein bisschen Glück, welches dazugehört. Wir müssen keine Helden sein. Unser Zusammenhalt und unsere Bereitschaft, für die Mannschaft zu kämpfen, sind viel wichtiger. (Köln, den 27. Okt 09)

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